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Breitband und Kommunikation: Landesregierung ist zu langsam

DigitalesSüdtirolCard"Südtirols Landesregierung ist bei der Vernetzung Südtirols  mit schnellem Internet und bei der Modernisierung des Kommunikationsangebotes zu langsam. Es braucht mehr als Ankündigungen und Werbebotschaften", so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

"Informatiklandesrätin Waltraud Deeg hat bislang die  Aufgabe,  Südtirol mit schnellem Internet zu vernetzten, nicht erfüllt und setzt sich für die Zukunft zu kleine Ziele. Ich bezweifle auch mittlerweile ganz offen, dass die Digitalisierung und Vernetzung Südtirols  in den richtigen politischen Händen ist."

Mindestens ein Viertel der Südtiroler Betriebe und Haushalte sind noch mit einer digitalen Postkutsche unterwegs, so langsam und unzuverlässig sind in manchen Gebieten Südtirols die Datenverbindungen.

Pöder  schlägt der Landesregierung einen Deal vor: Zuerst sollte man das weitaus wichtigere Projekt Breitbandinternet für ganz Südtirol schnellstens fertigstellen und sich  erst dann mit dem  weniger wichtigen Vorhaben Flugplatz Bozen zu befassen. "Alle finanziellem und sonstigen Ressourcen, die  für den Flugplatz bereit  gestellt werden, sollen vorerst in die Vernetzung aller Südtiroler Haushalte und Betriebe mit schnellen Datenleitungen gesteckt werden", so Pöder.

"Wenn Südtirol eine Infrastruktur dringend und notwendig braucht dann ist es das schnelle Datennetz und wenn es eine Struktur nicht braucht, dann ist es der Flugplatz Bozen", so der Abgeordnete.

Vorschlag der BürgerUnion: Südtirol total digital 2018 -

  1. Breitbandabdeckung aller Haushalte und Unternehmen bis 2018 mit 50 Megabit/s  
  2. Innerhalb 2016 für alle Unternehmen mindestens 20 Megabit/s Downloadrate zu marktüblichen, sonst wird den betroffenen Betrieben die Wertschöpfungssteuer IRAP für ein Jahr wegen Wettbewerbsnachteilen erlassen und es werden aktuell zur Verfügung stehende funkgestützte oder satellitengestützte Alternativlösungen finanziert.
  3. Innerhalb 2016 für alle Privathaushalte mindestens 20Megabit/s Downloadrate haben, oder sieh erhalten eine jährliche Entschädigungszahlung von 200 Euro und es werden aktuell zur Verfügung stehende funkgestützte oder satellitengestützte Alternativlösungen finanziert.
  4. Gratis-WiFi-Hotspots in allen Südtiroler GEmeidnen bis 2018
  5. Flächendeckende Digitalisierung von Südtirol - auch in Kleinstgemeinden
  6. SICHERE Südtirolcloud für alle interessierten Betriebe und Private bis 2017
  7. Eigene Südtirol-Top-Level-Domain innerhalb 2016 (z.B.  www.xy.stirol. Oder www.xy.suedt  oder www.xy.str
  8. Südtirol Digital App für Touristen (siehe z.B. Hamburg-App inkl. Mobilitätsapp) innerhalb 2016 ... Heutige Apps zu dürftig
  9. Südtirol Digital App für Einheimische (vom Vormerksystem bis zur Kommunikation mit Behörden, Bus-Bahn-Seilbahn-Ticketkauf-Veranstaltungen-Gemeinden- usw., NotfallApp usw.) innerhalb 2016 heutiges App-Angebot zu dürftig
  10. Ausbau der OpenSource-Nutzung in öffentlichen Strukturen innerhalb 2016

Pöder, wirft der Landesregierung vor, sich Miniziele bei der Abdeckung Südtirols mit schnellem Internet zu setzen.

"Die Landesregierung plant den Ausbau des Breitbandinternets in Südtirol viel zu vorsichtig, die zu erreichenden Megabitraten erreichen kaum die europäischen Planungsschritte, wobei diese nicht ambitioniert sondern übervorsichtig gesetzt wurden", so Pöder.

"Die Werbeaktion der Landesregierung für ihre Breitbandaktivitäten läuft unter dem Hashtag/Motto #wirvernetzen Südtirol. Dabei müsste es eher heißen, #wirverSetzen Südtirol, denn seit 2006 wird den Südtirolern in regelmäßigen Abständen von der Landesregierung die Abdeckung mit schnellem Internet versprochen", so Pöder.

"Dabei sieht die Realität anders aus:

Es gibt Talschaften, Dörfer und Gebiete in denen es extrem langsames Internet gibt, weil weder die kabelgestützte noch die funkgestützte Versorgung ausreichende Kapazitäten hat

In den Tälern, Gemeinden und Gebieten, in denen die Provider/Anbieter hohe Megabit-Raten zusichern, gibt es auch immer häufiger Internet im Schneckentempo, weil die Anbieter ihre Zusagen nicht einhalten oder die Kapazitäten erschöpft sind.

Betriebe haben Wettbewerbsnachteile

Privathaushalte leben in einigen Gebieten Südtirols im Kommunikationsmittelalter

Demgegenüber schlägt die BürgerUnion vor:

Innerhalb 2016 müssen alle Betriebe und Haushalte mit mindestens 20 Megabit/s-Verbindungen vesorgt sein, Breitbandabdeckung mit 50 Megabit/s Downloadrate für ganz Südtirol bis 2018, Gratis WiFi-Hotspots in allen Südtiroler Gemeinden, eine sichere Südtirolcloud, eine eigene Südtirol-Domain und ausgefeiltere Südtirol-Apps für Touristen und Einheimische.

Eine kuriose Anmerkung: Als der Giro d'Italia letztes Jahr ins Martelltal radelte brauchte man  im hinteren Martelltal unbedingt eine schnelle Daten- und Kommunikationsgerbindung. Innerhalb weniger Tage hat man dann ein Glasfaserkabel (wenn auch nur an der Oberfläche) ins Martelltal abgerollt.

Nach dem Giro wurde das schnelle Internet dann gleich wieder eingerollt und weggepackt.

Zugegeben: Das vergraben eines Glasfaserkabels dauert länger. Aber in mittlerweile 10 Jahren wäre auch das möglich gewesen.

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