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Vorstandsmitglied Erna Marsoner zur Bürgerversammlung in Pfunders/Vintl

MarsonerErna0218Als Abend, der die Wahrheit ans Tageslicht gebracht hat, wertet die BürgerUnion die gestrige Bürgerversammlung in Pfunders, welche bereits dafür bekannt ist, dass es zu regen Diskussionen kommt. "Auch die heurige Versammlung war wieder sehr lebhaft. Besonders die kritischen Fragen, welche ich dem Landeshauptmann gestellt habe, wurden vom LH wenig liebwollend aufgenommen," schreibt das Vorstandsmitglied der BürgerUnion, Erna Marsoner in einer Aussendung der Partei.

Thematisch reichte die Bürgerversammlung vom Bär und den Wölfen über die Nichteinhaltung des Wahlversprechens des Landeshauptmanns bezüglich der Erhöhung der Mindestrente auf 700 €, der Ausstellung von Strafzetteln der Carabinieri Vintl für ordnungswidriges Parken während der Heiligen Messe beim Erntedankfest im letzten Herbst, bis hin zu den langen Wartezeiten und den Privatvisiten von Ärzten in den Strukturen der Krankenhäuser. "Nachdem sich der Landeshauptmann durch Selbstlob aus der Affäre ziehen wollte und versuchte, durch Zahlenspiele hinsichtlich des Stabilitätspaktes, welcher für unser Land alles andere als vorteilhaft ist, zu punkten, wurde er von mir auf die missratene Familienpolitik des Landes hingewiesen und so aus der Fassung gebracht," schreibt Marsoner weiter.

Konkret ging Erna Marsoner auf die Familienpolitik und dem Versagen der Landesregierung ein. "In der OECD Studie zu den Leistungen für Familien im OECD-Vergleich, bildet Italien eines der Schlusslichter und liegt an 24. Stelle von 33 Ländern. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf, auch wenn der LH mehrmals mit der Aussage, dass die Leistungen zugunsten der Familien in den letzten 4 Jahren von 36 auf 132 Millionen erhöht wurden, zu beschwichtigen versuchte. Von dieser Erhöhung merken viele Südtiroler jedoch wenig, angesichts der Tatsache, dass in unserem Land etwa 15.000 Menschen an bzw. unter der Armutsgrenze leben", heißt es in der Aussendung der BürgerUnion weiter.

Im Rahmen der Bürgerversammlung wurden dem LH von Marsoner zwei konkrete Vorschläge unterbreitet. "Ich habe ihn aufgefordert, das Kindergeld bis zum 18. Lebensjahr   auszubezahlen. In mehreren Ländern Europas ist dies bereits der Fall. Außerdem erhalten EU-Parlamentarier eine finanzielle Unterstützung für ihre Kinder bis zum 26. Lebensjahr. Bei uns wird das Kindergeld lediglich bis zum 3. Lebensjahr ausbezahlt. Bei Pflegeeltern hingegen übernimmt die Region die Renteneinzahlungen. Ebenso wird dies in der Landwirtschaft so gehandhabt, wenn dementsprechend   Erschwernispunkte vorliegen. Ich forderte den Landeshauptmann und fordere ich die Politik auf, die Elternzeit für Beschäftigte in der Privatwirtschaft für drei volle Jahre zur Gänze zu übernehmen," so Marsoner.

Abgeschlossen wurde der Einwand der BürgerUnions-Funktionärin mit einem Zitat aus Renate Mumelters Artikel auf Salto.bz, welche am 10.03.2018 darauf hinwieß, dass "Die Personalabteilung des Landes … 2018 die befristete Teilzeit abgeschafft und damit das Recht auf Rückkehr in Vollzeit gestrichen" habe. "Dies war wohl zu viel des Guten. Entrüstet und vehement wehrte sich der Landeshauptmann dagegen,und sagte wörtlich,dass das so nicht stimme und ob ich alles glaube, was in den Medien veröffentlicht würde. Bereits die übertriebene Reaktion des LH zeigt, dass die BürgerUnion erneut den Finger in eine offene Wunde gelegt hat. Dies werden wir auch künftig so halten, für unsere Südtiroler Familien," schließt Erna Marsoner die Aussendung der BürgerUnion.

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