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Politik muss Weg für Lohnerhöhungen im Privatsektor ebnen - Pöder: "Jetzt sind mal die Arbeiter und Angestellten dran!"

ArbeitnehmerDie BürgerUnion um Landtagsabgeordneten Andreas Pöder widerspricht Wirtschaftsvertretern und Politikern, die sich gegen Lohnerhöhungen im privaten Sektor aussprechen energisch.

"Nach insgesamt 5 Senkungen der Wertschöpfungssteuer IRAP für Südtirols Betriebe ist es an der Zeit, dass die Politik auch Lohnerhöhungen einfordert, wo bislang Löhne kaum oder gar nicht angehoben wurde", so Andreas Pöder.

"Das können natürlich nicht die Betriebe alleine schultern.Die Politik muss durch zusätzliche Entlastungsanreize jene Betriebe belohnen, die ihren Angestellten signifikante Lohnerhöhungen gewähren."

IRAP-Entwicklung in Südtirol mit Entlastungsmaßnahmen für Betriebe:

von 2008 bis einschließlich 2009: 3,4% (Landesgesetz vom 21 . Dezember 2007, Nr. 14);

• von 2010 bis einschließlich 2013: 2,98% (Landesgesetz vom 23.12.2010, Nr. 15);

• für das Jahr 2014: 2,78% (Landesgesetz vom 26.09.2014, Nr 7, Landesgesetz vom 23. Dezember

2014, Nr. 11 sowie Beschluss der Landesregierung vom 13. Januar 2015, Nr. 29);

• für das Jahr 2015: 2,68% (Landesgesetz vom 26.09.2014, Nr. 7).

"Wer, wenn nicht die Politik soll die Rahmenbedingungen für eine sozialere Lohngestaltung schaffen. Wir haben gemeinsam, Politik, Wirtschaft und Arbeitnehmer die Krise in unserem Land halbwegs gemeistert. Nun ist es an der Zeit, nach den richtigen und wichtigen Förderungen für Südtirols Unternehmen auch an Südtirols Arbeitnehmer zu denken. Wir wollen weiterhin für Südtirols Arbeitnehmer mehr netto vom brutto, und dafür kann und muss die Politik Sorge tragen," schreibt  Pöder in einer Aussendung der Partei.

Die BürgerUnion bezeichnet die Senkung der IRAP, wenn zwar als zu niedrig, so doch in die richtige Richtung gehend. "Diese Senkung hat Betriebe entlastet und zur Sicherung von Arbeitsplätzen beigetragen, wenn auch nicht in dem Ausmaß, in welchem sie möglich gewesen wäre. Wir fordern nun, diese Senkung an die Arbeitnehmer weiter zu geben. Eine kleine, unbürokratische Lösung, die den Arbeitnehmern zugutekommen würde," so Pöder weiter.

Langfristig schwebt der BürgerUnion allerdings eine Beteiligung des Landes an den Lohnnebenkosten vor. "Es ist im Prinzip sehr einfach. Ähnlich wie bei den Lehrlingen bereits praktiziert, kann das Land für jeden Arbeitnehmer einen Teil der Lohnnebenkosten übernehmen. Diese Ersparnis für die Arbeitgeber ist in der Folge direkt an die Arbeitnehmer auszuschütten. Wir hätten eine Lohnerhöhung ohne höhere Kosten für die Arbeitgeber," heißt es in der Aussendung der BürgerUnion weiter.

Abschließend warnt die BürgerUnion vor einem neuen Klassenkampf und ruft zur Sozialpartnerschaft auf. "Während der Krise haben sehr viele Arbeitgeber auf eigenes Geld verzichtet, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Ihnen gebührt Respekt und Anerkennung. Aber auch zahlreiche Arbeitnehmer haben auf Prämien, Wochenstunden und Teile der Entlohnung verzichtet. Gemeinsam wurde die Krise bewältigt, nun ist es an der Zeit, dass beide Seiten die Fürchte ernten. Das wiederum ist Aufgabe der Politik," schließt Andreas Pöder die Aussendung der BürgerUnion.

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