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Land zu Microsoft? Das Ende der freien und offenen Software!

microsoftumstiegneindankeZiemlich unspektakulär wurde die Entscheidung der Landesregierung am vergangenen Dienstag von den Meisten wahrgenommen oder gar übersehen: "Das Land Südtirol setzt künftig wieder voll auf den Softwareriesen Microsoft.

Wie Landesrätin Waltraud Deeg mitteilte, will das Land Südtirol künftig seine gesamte Verwaltung hinsichtlich der Office-Software auf Microsoft Office und auf die entsprechende Cloud umstellen", unterstreicht der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

Das ist in mehrfacher Hinsicht eine gigantische Umwälzung:

  • Südtirols Landesverwaltung nimmt Abschied von der freien und offenen Software und damit von einer in den letzten Jahren viel von der Südtiroler Landespolitik gepriesenen IT-Politik der Open-Source-Lösungen.
  • Die Umstellung wird gewaltige Kosten verursachen, auch wenn die Landesregierung langfristig sogar Kosteneinsparungen verspricht.
  • Alle Daten der Landesverwaltung werden in eine externe Cloud ausgelagert, die sie kaum kontrollieren kann, d.h. die Daten des Landes landen auch auf Servern und in Clouds außerhalb Europas.
  • Die Sicherheit der Daten ist nicht mehr garantiert, man kann vom Zugriff auf diese Daten von heute auf morgen abgeschnitten werden, weil die Cloud nicht selbst gehostet bzw. kontrolliert wird.
  • Durch die Umstellung entsteht auch für den Sanitätsbetrieb und die Schulverwaltungen sowie für die Gemeinden der Druck, sich an die Office- und Cloud-Lösungen des Landes anzupassen.

Pöder will all diese Bedenken im Rahmen einer Landtagsanfrage vorbringen.

"Die Entscheidung der Landesregierung ist falsch. Ein Mischsystem wäre angebracht, vor allem Cloud und Daten müssten unter voller heimischer Kontrolle sein und es sollten auf jeden Fall auch weiterhin Open-Source-Lösungen in Anspruch genommen werden. Ein totaler Umstieg auf Microsoft ist weder notwendig noch sinnvoll. Die teilweise Nutzung von Microsoftlösungen und Open-Source-Lösungen wäre auch weiterhin eine sinnvolle IT-Strategie. Die Datenspeicherung und Office-Kommunikation des Landes in die Hand eines einzigen Software-Riesen zu legen ist keine gute Strategie", so Pöder abschließend.

Landtagsanfrage

Aktuelle Fragestunde

Land zu Microsoft - Abschied von Open-Source und Sicherheitsrisiko

Die Landesregierung hat am 12. April 2016 beschlossen, hinsichtlich der Office-Lösungen und der Cloud-Lösungen für die Verwaltung den Totalumstieg zu Microsoft zu vollziehen.

Das ist in mehrfacher Hinsicht eine gigantische Umwälzung:

  • Südtirols Landesverwaltung nimmt Abschied von der freien und offenen Software und damit von einer in den letzten Jahren viel von der Südtiroler Landespolitik gepriesenen IT-Politik der Open-Source-Lösungen.
  • Die Umstellung wird gewaltige Kosten verursachen, auch wenn die Landesregierung langfristig sogar Kosteneinsparungen verspricht.
  • Alle Daten der Landesverwaltung werden in eine externe Cloud ausgelagert, die sie kaum kontrollieren kann, d.h. die Daten des Landes landen auch auf Servern und in Clouds außerhalb Europas.
  • Die Sicherheit der Daten ist nicht mehr garantiert, man kann vom Zugriff auf diese Daten von heute auf morgen abgeschnitten werden, weil die Cloud nicht selbst gehostet bzw. kontrolliert wird.
  • Durch die Umstellung entsteht auch für den Sanitätsbetrieb und die Schulverwaltungen sowie für die Gemeinden der Druck, sich an die Office- und Cloud-Lösungen des Landes anzupassen.
  1. Wie sieht die Landesregierung diese Problematiken?
  2. Ist diese Entscheidung der  Abschied von Open-Source-Lösungen?
  3. Müssen Sanitätsbetrieb, Schulen und letztlich auch die Gemeinden nachziehen?
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